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 Beckdorf

 Auf den Spuren der Väter

 Noch während am frühen Abend des 11. November 1944 Phil George bei Bargstedt mit dem Fallschirm zu Boden schwebt, spielt sich nur 10 Kilometer Luftlinie ein weiteres Drama ab. Eine weitere Lancaster, diesmal der 57 Sqn. Serial-No. LL939 aus East Kirkby und ebenfalls am Angriff auf Harburg beteiligt, erhält einen schweren Flaktreffer. Der Flugzeugführer, Flight-Officer Sam Bowden verlässt die Formation, geht auf Westkurs und die Besatzungsmitglieder Nagley, Alldis und Brett springen unverzüglich aus dem waidwunden Bomber mit dem Fallschirm ab. Dann aber ist die brennende Maschine offenbar nicht mehr zu halten. Die Lancaster geht im Sturzflug in die Tiefe. Eine der Flächen mit zwei Triebwerken bricht ab, ebenso das Heck, in dem zu jenem Zeitpunkt der Heckschütze Sgt. Sydney Green sitzt. Für ihn gibt keine Rettung mehr. Auch der Rest der Besatzung, die Sgt. McLaughlin, Green und Bayford sterben zusammen mit dem Piloten Bowden im Aufschlagbrand der Maschine nahe Beckdorf.

Die Toten werden wenig später auf dem Dorffriedhof von Beckdorf begraben, mit Ausnahme von Green aber nicht identifiziert. Das besorgen britische Spezialisten, die nach dem Krieg die Gefallenen auf den britischen Soldatenfriedhof in Hamburg/Ohlsdorf umbetten. Das Grab von Sgt. Brett wird in Heidenau entdeckt. Offenbar hatte sich sein Fallschirm nicht geöffnet.

 Am 17. August 2007 betreten Roger Bayford und Garth Green jenen Acker, auf dem ihre Väter starben. Mit von der Partie ist William Pointing. Sein Großonkel war der Pilot Sam Bowden. Im Vorwege hatte der Verfasser bereits die genaue Aufschlagstelle des Bugs und der einen Tragfläche geortet und markiert. Was würde sich von dem tragischen Ereignis noch aufspüren lassen?

 

Garth Green, Roger Bayford und William Pointing an jener Stelle auf dem Beckdorfer Friedhof, wo einst die ersten Gräber der Besatzung lagen.

 

Die Gräber auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg heute

 

   

Sam Bowden starb in Beckdorf ...

 

.... wie auch Sgt. McLaughlin

 

   

Sgt. Sydney Green

 

Sgt. Cyril Bayford

 

Auf den Spuren ihrer Väter: Roger Bayford (links) und Garth Green an der Absturzstelle in Beckdorf.

 

Abgestürzt auf Westkurs. Mittels Ortung konnte die einstige Lage der beiden Triebwerke einer Tragfläche der Lancaster ermittelt werden. Ganz hinten an der Gabungsstelle zerschellt der Rumpf. Die andere Tragfläche wie das Heck lagen weiter entfernt. Foto von Süden.

 

   

Roger Bayford hat ein Lederarmband der Uhr gefunden ...

 

... es soll Sam Bowden gehört haben.

 

Dicht unter der Ackergrenze findet sich eine dünne Schicht verbrannten Aluminiums, darin eingebettet wenige Überreste des Cockpits.

 

Einige der gefundenen Kleinteile.

 

Stumme Zeugen des Absturzes der Lancaster in Beckdorf.

 

Die gefundenen Teile in der Ausstellung in East-Kirkby, GB

 

 

 

© Text/Fotos; Dietrich Alsdorf, Roger Bayford, Garth Green 2010.

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