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 „Isern Hinnerk“ – der Roman

 Hinnerk von Borch ist 18 Jahre alt, als er im Sommer 1306 am Kriegszug des Bremer Erzbischofs Giselbert gegen die aufständischen Dithmarscher teilnehmen darf. Er begleitet als Knappe zusammen mit seinem Freund Burchard von Lindena den Vater, Ritter Hinnerk III. von Borch, der einer der Burgherren auf der Horneburg an der Lühe ist.

 Hinnerk mag sich nicht so recht mit dem Leben als künftiger Nachfolgers seines Vaters abfinden. Statt auf der Horneburg seine Dienste zu verrichten, hält er sich lieber auf dem Hof des Bernd von Dannensee am Rande des Bärenwaldes auf.

Bernd, der schon unter Hinnerks verstorbenen Schwiegervaters Daniel von Bliedersdorf in Kriegsdiensten stand, nimmt Hinnerk wie einen Sohn auf dem Hof auf. Hier züchtet der Heranwachsende sich ein eigenes Pferd, hier hat er mit Bernd’s einziger Tochter Ideke längst zarte Bande geknüpft, denen doch keine Zukunft beschieden sein kann, da Hinnerks Vater längst eine adlige Braut für den jungen Hinnerk ausgesucht hat. Denn Ideke von Dannensee ist für die von Borchs nicht standesgemäß. Sank Bernd nach dem frühen Tod seines Vaters, Bernd I. von Dannensee, Besitzer der gleichnamigen Burg, in den Stand eines Soldaten und somit zurück in den bäuerlichen Stand.

 Hinnerks brennt er wie alle jungen Knappen auf Bewährung im Kampf und kann es somit nicht abwarten, den Vater mit einem Ritterheer nach Holstein zu begleiten.

An der Pinnau vor Ütersen kommt es zu einer großen Schlacht mit den aufständischen Marschenbauern und den gefürchteten Dithmarschern. In deren Verlauf wird nicht nur der Vater verwundet, sondern sein Freund Burchard von Lindena getötet.

Der Tod des Freundes wird verschuldet durch einen verirrten Pfeil der Bogenschützen des Johann von Brobergen, der den Bremischen Verband anführt. Ein Umstand, mit dem sich der ungestüme Knappe nicht abfinden mag. Zwar bewährt er sich in der Schlacht und erhält durch Graf Gerhard von Holstein sogar seinen Beinamen Isern Hinnerk und darüber hinaus von Erzbischof Giselbert die Aussicht auf Ritterwürde und Amt eines Vogtes der erzbischöflichen Burg Vörde. Dennoch sucht und findet er Streit mit Johann von Brobergen, den er für den Tod seines Freundes öffentlich verantwortlich machen will.

 Ein unkluger Entschluss, der seinem Leben eine tragische Wende bringen wird. Doch Hinnerk sieht sich im Recht. Zusammen mit einem Gefangenen, den er „Dithmarscher“ nennt, und vor der kollektiven Hinrichtung aller nach der Schlacht gefangener Aufrührer rettet, bringt er den verwundeten Vater und den Leichnam seines Freundes heim. Da der Vater seine Verwundungen im Kloster versorgen lässt, übernimmt Hinnerk währenddessen als Ältester dessen Aufgaben als Burgmann.

 

Dann ziehen dunkle Wolken auf. Während des Winters 1306/07 gerät die Ordnung im Erzstift ins Wanken. Erzbischof Giselbert stirbt auf Vörde, bevor er Hinnerk die Ritterwürde verleihen und zum Vogt bestimmen kann.

Und der bisherige Vogt, Giselbert von Wolde, sieht sich in seinem Amt bestätigt. Während sich das Bremer Domkapitel um einen würdigen Nachfolger streitet, brechen im führungslosen Land anarchische Zustände aus. Söldnerbanden durchstreifen das Land nach Nahrung und Beute.

Im Frühjahr 1307 überfällt eine Räuberbande den Gutshof des Bernd und brennt ihn nieder. Ideke wird geschändet und nur durch das beherzte Eingreifen Hinnerks und des Dithmarschers gerettet. Im Kampf wird dabei der junge Godefried von der Mehe tödlich verwundet. Er gesteht, von seinem künftigen Schwiegervater Johann von Brobergen zu dem Überfall angestiftet worden zu sein. Aus Rache für die Schmach vor Ütersen!

 

Hinnerk lässt auf der Horneburg die Burggemeinschaft zur Beratung zusammenkommen. Doch diese hält sich mit einer Verurteilung zurück. Im derzeit führungslosen Erzstift müssen die Familien zusammen halten. Niemand will eine Fehde heraufbeschwören. Hinnerk wird vorgeworfen, einen Edlen getötet zu haben, was den erzbischöflichen Dienstmannen verboten ist. Er wird zu Johann von Brobergen geschickt um Verhandlungen über eine Entschädigung aufzunehmen.

Das Vorhaben misslingt und endet mit einem Eklat. Hinnerk wird auf Beschluss der Horneburger Burggemeinschaft bis zur Klärung der Vorkommnisse durch ein vom neuen Landesherrn einzuberufenden Dienstmannengericht verbannt. Er bekommt den Auftrag, sich einstweilen auf Dannensee aufzuhalten.

Dort ist Ideke irre geworden vor Angst, durch die vielfache Vergewaltigung schwanger geworden zu sein. Sie meidet Hinnerk, der den Dithmarscher in seine Heimat sendet, um Verstärkung für Dannsee zu beschaffen.

Knapp entgeht Ideke, die tatsächlich schwanger ist, bei der Abtreibung dem Tod. Ihr Leid verändert Hinnerk. Als das Paar wieder zueinander findet, beschließt er, auf Dannensee zu bleiben und auf alle Würden zu verzichten. Da es dem Vater immer schlechter geht, führt Hinnerks Mutter das Gut. Von ihr erhält er zu seiner Überraschung die Genehmigung zur Heirat.

Da kehrt der Dithmarscher kehrt zurück und bringt eine Gruppe von Aufständischen mit, die bereit sind, mit Hinnerk gegen die Broberger zu kämpfen. Doch Hinnerk steht es nicht mehr nach Kampf.

Doch seine Widersacher haben ihn nicht vergessen. Im Glauben, es nur mit wenigen Gegnern zu tun zu haben, überfallen Knechte und Söhne des Vörder Vogtes die Dörfer Revenahe und Kammerbusch.

Erstmalig führt Hinnerk seinen Haufen in den Kampf. Der Gegner, überrascht durch die Existenz von Hinnerks Streitmacht, flieht. Hinnerk setzt ihnen nach und es gelingt ihm, Burg Vörde und die Ostefurt zu besetzen.

Er verjagt den korrupten Vogt und arrangiert sich mit dem Rat der zu Füßen der Burg liegenden kleinen Stadt Vörde. Durch die Kontrolle der Furt hält er fortan Räuberbanden von Einfällen in das Horneburger Gebiet fern.

 

Während sich Hinnerks Familie aus dem aufziehenden Konflikt herauszuhalten versucht, sucht Johann von Brobergen Verbündete. Im April 1310 schließen sich mehrere Ritter zu einem Bündnis zusammen, um Hinnerk Burg Vörde wieder zu entreißen.

Doch zu einer Eroberung kommt es nicht mehr. Der Papst bestimmt einen neuen Erzbischof, der schließlich im Herbst 1310 seine Burg Vörde zurück fordert.

Hinnerk erkennt den durch eine nicht rechtmäßige Wahl eingesetzten neuen Landesherren – wie übrigens viele Adlige – nicht an und weigert sich, Burg Vörde zu räumen.

Doch Anfang 1311 stehen erzbischöfliche Truppen vor Vörde. Hinnerk räumt die Burg und befindet sich auf dem Rückweg nach Dannensee.

Doch vor Mulsum stellen ihn seine Feinde. In einem mörderischen Gefecht gelingt es Hinnerk zwar, die Oberhand zu behalten. Doch ein Teil seiner ihm treu ergebenen Gefährten sind tot. In seiner Wut setzt er einem Teil der Gegner nach und stellt sie im Kloster Himmelpforten.

Das Kloster wird verwüstet, der Anführer der Feinde, es ist der ehemalige Vörder Vogt, getötet.

Hinnerk weiß, dass dieser Übergriff Folgen haben wird. Noch einmal besucht er Ideke in Stade, dann steht der Erzbischof mit einem Heer vor Dannensee. Mit Hilfe einer Blide wird die Burg schließlich zerstört. Hinnerk und seine Leute entkommen nachts über eine Untiefe.

Während Dannensee niederbrennt, sucht Hinnerk Zuflucht bei seiner Familie auf der Horneburg. Als diese ebenfalls belagert wird, flieht Hinnerk ins Moor und wird dort schließlich gefangen.

Hinnerk wird in den Kerker von Vörde geworfen. Ein Jahr später greifen die Horneburger, die von ihrer Burg verbannt wurden, Vörde an. Vergebens – Hinnerk kann nicht befreit werden.

Erst später gelingt ihm mit Hilfe des Dithmarschers die Flucht. Später, als der umstrittene Erzbischof Johann verjagt ist, wird Hinnerk rehabilitiert und wird Vogt der Burg Ottersberg. Die Ritterwürde aber erlangte er nie.

 © Fotos/ Text: D. Alsdorf 2010

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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