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  Foto: D. Alsdorf

„Die Beichten von Anna und Claus“

Szenischen Lesung an historischer Stelle

in der Kirche zu Himmelpforten

am 13. November 2010

 

 

Anna: „Der gute Bierschwall. Es gibt nicht viele Menschen, die solch ein großes Herz haben wir er und seine Frau Mette. Ist es nicht verwunderlich, oh Herr, dass oftmals die eigenen Verwandten weniger Verständnis aufbringen für ihre Familie als irgendein wildfremder Mensch, den einen das Schicksal durch Zufall begegnen lässt? Wie sehr hätte ich mir solch liebe Menschen gewünscht. Damals in Blumenthal. Stattdessen geriet ich an Cord Meyer, dieses Scheusal. Sicher hatte auch ich damals noch nicht ahnen können, welchen Bräutigam meine Mutter und Onkel Otto für mich ausgewählt hatten. Der Altersunterschied war schon recht beachtlich. Über 30 Jahre lagen zwischen den Tagen unserer Geburt. Er hätte wahrlich mein Schwiegervater sein können. Und wenn du, Gott mir nur etwas mehr beigestanden hättest, wäre es auch so gekommen. Schließlich hattest du es doch so gefügt, dass sich Claus und mein Weg in Stade kreuzten. Damals, als ich noch im Dienst beim alten Johann Siebe war. Ich erinnere mich noch heute daran, wie ich Claus zum ersten Mal sah. Dort stand er, mitten im Laden und bat um eine Unterkunft. Eine Kammer wollte er beziehen und Verpflegung erhalten. Eine warme Malzeit am Tag. Für Kost und Logie käme sein neuer Dienstherr, der Kirchenvorstand von St. Wilhadi, Wilhelm Heinrich Jobelmann auf. Siebe rief mich in den Laden und gab mir den Auftrag Claus die Kammer zu zeigen und ihm ein Essen zu bereiten. Oh Herr, wenn es einen Beweis gibt für Liebe auf den ersten Blick, dann war es dieses erste Zusammentreffen. Niemals werde ich vergessen wie sich unsere Augen trafen und unserer beider Herzen füreinander entflammten. Wäre es doch nur so gekommen wie wir es uns des Nachts so oft ausmalten, wenn wir uns in den Tagen und Wochen, die dann folgten, heimlich trafen. Claus wollte nach Beendigung der Arbeit für Jobelmann seinen Militärdienst für 14 Monate in Stade ableisten, während ich weiterhin als Magd in Dienst blieb. Dann wollten wir heiraten und gemeinsam als Moorkolonisten unser Glück versuchen. Wir wären ganz sicher glücklich geworden, aber wie es schien, hattest Du, oh Herr, unseren Lebensweg anders bestimmt. Als mein Vormund und Onkel Otto Spreckels mich damals heim nach Blumenthal holte, damit ich mich um meine erblindete Mutter kümmern konnte, schien alles noch gut. Bald schon würde Claus nachkommen nach Blumenthal und wir würden ganz sicher einen Weg finden. Aber dann unterbreiteten mir Mutter und Onkel, dass ich jenen Cord Meyer zu heiraten hätte. Er sei eine gute Partie und würde sogar die Mutter bei sich auf Altenteil mit versorgen, wenn er denn erst einmal den Hof des Dorfrichters Marten Hagenah erstanden habe. Marten Hagenah, der meinen armen, kranken Vater dereinst aus dem Schulamt entlassen hatte und der uns dadurch alle an den Bettelstab gebracht hatte. War es da ein Wunder, dass Vater den Richter und dessen Hof am Tage seiner Entlassung verfluchte? Ich erinnere noch genau seine Worte: „Ich sage dir, Marten Hagenah, so wahr ich hier stehe: Verflucht sollst du sein, du und dein Haus! Möge in deinem Haus kein Glück mehr einkehren, bis es vom Feuer verzehrt werde!“ Eben jener Hof war es, den Cord Meyer erwarb und auf den er mich nach unserer Hochzeit 1833 holte. Woher hätte ich denn ahnen sollen, dass ich gezwungenermaßen ausgerechnet Claus Vater das Jawort gab? Beinah hätte mich der Schlag getroffen als ich in der Kirche auf der Horst feststellen musste welch unheilvolle Verbindung zwischen Cord, Claus und mir in diesem Moment Gestalt annahm. Oh Herr, weshalb musstest Du uns so schwer prüfen? Bis zu dieser Zeit war ich doch stets ein folgsames und tugendhaftes Geschöpf. Und selbst nach meiner Heirat versuchte ich mich in mein Schicksal zu fügen. Ja, ich gestehe, dass ich inständig hoffte, du mögest diese Zeit der Prüfung nicht zu lang werden lassen. Schließlich war mein Gatte damals bereits 56 Jahre alt und hatte ein erfülltes Leben hinter sich. Hättest Du Cord Meyer damals zu Dir heim in Dein himmlisches Reich befohlen, so hätten Claus und ich nach Ablauf des Trauerjahres heiraten können und er wäre als Hoferbe der rechtmäßige Nachfolger geworden. Stattdessen ließest Du, oh Herr, Cord Meyer immer weiter dem Trunk verfallen und ihn sein übellauniges Wesen an allen Familienmitgliedern austoben. Wie oft schlug er grundlos seine Kinder aus zweiter Ehe, beschimpfte und bedrohte meine blinde Mutter und mich und schreckte selbst davor nicht zurück Claus zu drangsalieren. Ohne meine Liebe zu Claus hätte ich diese schlimme Zeit nicht überstanden. Ich gestehe, oh Herr, dass uns beide des Öfteren die Versuchung übermannte. Kaum, dass der Alte den Hof verließ, gaben wir unserer Liebe füreinander nach. Einmal erwischte er Claus und mich im Heu und prügelte uns beinahe tot. Ich weiß, oh Herr, dass es eine Sünde war, ihm Rattengift in seinen Schnaps zu mischen, aber was sollten wir denn tun in unserer Verzweiflung? Sollten wir etwa abwarten bis er uns einen nach dem anderen totgeschlagen hätte? Wie oft kniete ich des Nachts vor meiner Butze und flehte Dich um Erlösung, oh Herr, von diesem Schicksal. Hörtest Du mein Flehen denn nicht? Als dann die Mutter Claus und mir den Rat gab den Alten mit Rattengift aus dem Weg zu schaffen schien dies uns die einzig richtige Lösung. Weshalb widerstand er nur dem Gift? Tag ein, Tag aus wurde es schlimmer mit ihm und wir alle wussten nicht mehr ein noch aus. Als er dann auch noch mitbekam, dass ich schwanger war, zählte er eins und eins zusammen und wusste, dass dieses Kind nicht von ihm stammen konnte. Er bezichtigte uns der Blutschande und drohte damit mich und das Kind zu töten. Selbst Claus vermochte ihn nicht zu beruhigen. So kamen wir gemeinsam mit der Mutter zu dem folgenschweren Entschluss dem Leben Cord Meyers ein Ende zu setzen. Wäre es ein solches Unrecht gewesen, oh Herr, so hättest Du doch auch in jener Nacht Deine schützende Hand über Cord halten mögen, wie Du es bereits so oft getan hattest. Als die Tat jedoch begangen und geglückt, da waren auch wir der festen Überzeugung, es sei Dein Wille, oh Herr, Cord Meyer von seinem Erdendasein abzuberufen. Nun sitze ich hier in Deinem Haus in Himmelpforten und bete zu Dir mein Gott und bitte Dich um Vergebung. Dafür, dass ich den falschen Weg gegangen bin und Schuld auf mich geladen habe. Auch bitte ich Dich darum meine Tochter Anna-Catharina zu behüten und zu segnen. Sie ist unschuldig an allem, was uns widerfahren ist. Nimm Dich ihrer an, oh Herr und führe sie an Deiner Hand durch ein besseres Leben, als welches ihre Eltern führen durften. Ich werde büßen für das, was ich hier auf Erden begangen habe. Und dennoch bitte ich Dich, oh Du mein Gott, erweise mir Deine Gnade und nimm mich auf in Dein Reich. Amen“

 

 

"Anna und Claus" in der Kirche ...

Foto: D. Alsdorf 

 

Claus: „Kalt ist es hier. Beinahe wie in der Tiefe eines Grabes. Soll dies bereits ein Vorgeschmack sein auf das, was mich erwartet, als Buße für mein schändliches Tun? Niemals zuvor habe ich so sehr gefroren. Höchstens vielleicht als kleiner Junge im Moor. Wenn der Wind durch die Heide wehte und wir in unseren klammen Betten lagen. Schon längst war der letzte Rest Brenntorf verbraucht und wir alle hofften, dass Vater bald heimkehren würde. Die Taschen voller Geld. Dann hätten wir das Moor verlassen und einen Hof auf der Geest bezogen. Wo es nicht so feucht und kalt ist. So blieben uns nur die Geschichten, welche Mutter uns erzählte. Ach, liebe Mutter, liebste Abel, weshalb musstest du so früh von uns gehen? Deine Liebe fehlt mir so sehr. Kaum, dass ich sechs Jahre zählte, starbst du draußen auf dem Moor. Und ich vermochte nicht dir zu helfen. Ganz sicher wäre unser aller Leben anders verlaufen, hätte Gott dich damals nicht bereits zu sich befohlen. Dann hätte Vater nicht die Schrödersche geheiratet. Dieses fürchterliche Weib, das so gierig nach Besitz war und es immer und immer wieder verstand ihn dazu zu bringen übers Land zu gehen und in die Häuser friedlicher, gottesfürchtiger Menschen einzubrechen und sie um ihren Besitz zu bringen. Ach Mutter, wie sehr litten meine beiden Brüder und ich unter ihrer Schreckensherrschaft. Mein einziger Trost bestand darin, dass ich des Sonntags zur Kirche gehen durfte. Welche Freude machte mir das Singen der Choräle. Aufmerksam lauschte ich den Worten des Herrn Pastors. Ebenso wie ich auch dem Lehrer folgte und alles aufnahm, was er uns im Unterricht beibrachte. Ich wollte es einmal zu etwas bringen im Leben. Heraus aus der Armut. Der Tag meiner Konfirmation machte mich stolz und ich hoffte so sehr, dass mein Leben mit Gottes Hilfe den rechten Verlauf nehmen möge. Doch dann kam der Abend, an welchem Vater mich zum ersten Mal mit auf eine seiner Diebestouren nahm. Er sagte, ich bräuchte nichts weiter tun, als aufzupassen. Alles wäre eine Art Spiel. Wir würden uns lediglich etwas von dem nehmen, was andere im Überfluss besäßen. Das wäre nur recht und billig. Und so half ich denn meinem Vater wie er es von mir verlangte. Ich öffnete die Fenster der Katen, stieg in dunkle Kammern ein. Ich erbrach Truhen, durchsuchte Schränke. Dann half ich Vater das erbeutete Diebesgut davon zu schaffen. Wir schleppten es in Säcken heimlich des Nachts über das Moor und brachten unsere Beute auf den heimatlichen Hof. Wo bereits die Schrödersche wartete und mit scharfen Augen alles abschätzend bewertete, was wir erbeutet hatten. Irgendwie gelang es ihr stets die Dinge, welche sie nicht für sich selbst behielt, zu Geld zu machen. Geld, welches wir dringend zum Leben brauchten. Denn Vater verstand nicht genug von der Landwirtschaft. Er hasste den Hof. Wollte lieber wieder hinaus auf Walfang. Doch niemand nahm ihn mehr mit auf Fahrt. Stattdessen suchte er immer wieder auf einfache Weise an Geld zu kommen. Welche Ängste ich ein jedes Mal bei solchen nächtlichen Diebestouren ausstand, liebe Mutter, vermagst du dir nur kaum vorzustellen. Wie froh war ich doch, als mich Vater Ostern 1826 auf den Hof von Johann Schröder schickte. Hier konnte ich beweisen, dass ich ein gelehrsamer Knecht war. Ich verrichtete meinen Dienst stets zum Wohlwollen meines Dienstherren. Kein Wort der Klage hörte ich. War ich doch froh darüber nicht mehr als Vaters Handlanger weiterhin auf Diebestour mitgehen zu müssen. Hätte ich doch nur auf dem Hof von Johann Schröder bleiben dürfen. Aber bereits nach einem Jahr holte mich Vater wieder heim. Und die Diebestouren gingen weiter. Es gesellten sich Claus Jentz und Peter Schröder zu uns, zwei Halunken aus dem Moor, die so grausam und skrupellos waren, als wären sie leibhaftige Söhne des Satans. Mehr und mehr machten wir uns strafbar bei unseren Raubzügen. Immer gieriger wurde die Schrödersche und schickte uns aus Beute zu machen. Wären es nur Viehdiebstähle gewesen wie damals zum Himmelpforter Herbstmarkt oder als wir auf dem Gut Kuhla einen Schafsbock stahlen, dann hätte Gott der Herr vielleicht noch milde geurteilt. Aber dann kam die Nacht des 24. Januar 1830. Als wir alle vier gemeinsam in der Kneipe in Barnkrug saßen und diesen Schiffer sahen. Er trank einen Grog, bezahlte ihn aus einem gut gefüllten Geldbeutel und verlies die Wirtschaft. Jentz meinte wir dürften uns den fetten Fisch nicht durch die Lappen gehen lassen und so folgten wir alle dem Mann hinaus in die dunkle Nacht. Was dann kam werde ich meinen Lebtag nicht vergessen. Vater und Schröder holten alsbald den Schiffer ein, schlugen ihn zusammen und traten dann so lange auf ihn ein, bis kein Leben mehr in ihm war. Dann raubten sie ihn aus und schleppten ihn fort. Auch ich wurde gezwungen beim Verschleppen des Toten zu helfen. Schließlich warfen wir ihn in einen Graben, der bald darauf wieder zufror. Der Unglückliche wurde erst im Frühjahr entdeckt und man vermutete, dass es sich um einen Unfall gehandelt habe. Dann zwang mich Vater im April 1830 den Hof unseres Nachbarn anzuzünden. Er hatte diesen Hof ausgewählt, weil eine Brandversicherung abgeschlossen war. Nachdem der Hof in Schutt und Asche lag, konnte er dem Nachbarn unseren Moorhof auf Abbruch anbieten und sich als mildtätiger Nachbar geben. Noch heute rieche ich den Rauch, welcher sich auf dem Dachboden des Hauses ausbreitete, kaum dass ich den schändlichen Brand gelegt hatte. Mutter, du magst zu Recht sagen, ich hätte Schuld auf mich geladen. Jedoch, Vater drohte mir Schläge oder gar schlimmeres an, würde ich seine Befehle nicht ausführen. Wie es schien, war dies die einzige Möglichkeit endlich aus dem Moor zu kommen. Auch kam die Familie des Nachbarn nicht zu Schaden, da Vater sie zuvor unter einem Vorwand vom Hof lockte. Und wieder stand eine schändliche Tat unter einem unerklärlichen Schutz. Wir zogen nach Erhalt des Geldes nach Blumenthal und ich kam zu meinem Onkel nach Neuland. Hatte ich gehofft nun endlich Ruhe vor Vater zu haben, so sah ich mich doch bald erneut getäuscht. Selbst hier ließ mich Vater nicht in Ruhe und zwang mich dazu weitere Straftaten mit ihm und seinen Spießgesellen zu begehen. Dabei schreckten sie selbst vor weiteren Morden nicht zurück. Vater geriet mehr und mehr mit den Ratenzahlungen für unseren neuen Hof in Blumenthal in Verzug und lieh sich allen Ortens Geld. Um mich nicht weiter an den schrecklichen Taten beteiligen zu müssen, floh ich heimlich nach Stade und nahm dort Arbeit an. Hier lernte ich Anna kennen. Bald schon verliebten wir uns ineinander. Ich musste bald darauf meinen Militärdienst antreten und sie versprach mir auf mich zu warten bis ich meine Zeit beim 6. Stader Infanterie-Regiment abgeleistet hätte. Anschließend wollten wir heiraten. Mit dem guten Zeugnis meines Kommandanten wollten wir gemeinsam als Moorkolonisten neu anfangen. Ganz sicher wärest du stolz auf mich gewesen liebe Mutter. Anna hätte auch dir ganz sicher gefallen. Aber dann kam wieder einmal alles anders. Die Schrödersche war inzwischen verstorben und Cord suchte wieder ein neues Weib. Der Teufel selbst muss ihm dabei eingeflüstert haben, er solle sich ausgerechnet meine Anna auswählen. Ihre ahnungslose Mutter und ihr Onkel ahnten nicht welcher Verbrecher da um die Hand des Mädchens anhielt. Er versprach ihnen alles Mögliche, so dass sie in den Kontrakt einwilligten und Anna zur Hochzeit zwangen. Ich selbst erkannte erst nach der Hochzeit, als es bereits zu spät war, wen mir mein Vater als neue Stiefmutter präsentierte. Eine Welt brach zusammen. Was folgte waren Monate des Leids und des Elends. Vater war inzwischen noch ärger dem Alkohol verfallen und drangsalierte uns alle Tag ein, Tag aus. Niemand, weder die lütten der Schröderschen noch wir Erwachsenen waren vor seiner Gewalt und Brutalität sicher. Bald fürchteten wir um unser aller Leben. Und so kam es, dass wir beschlossen uns von ihm für immer zu befreien. Den Plan zu dieser Tat erdachte Annas blinde Mutter selbst. Hatte sie doch nicht weniger unter seiner Brutalität gelitten als wir anderen. Deshalb legten wir ihm in der Nacht vom 11. auf den 12. März 1833, während er schlief, den Strick um den Hals und zogen zu. Sein Todeskampf war lang und grauenvoll. Ich weiß, liebe Mutter, dass ich schwere Schuld auf mich geladen habe. Jedoch tat ich es nur um all jene zu retten, deren Leben mir so sehr am Herzen lagen. Ganz sicher hätte er nicht davor zurückgeschreckt Anna und ihrem ungeborenen Kind etwas zu Leide zu tun. Anna war nämlich schwanger. Doch das Kind war nicht von ihm. Was blieb mir denn anderes übrig, um Anna zu retten? Liebe Mutter, ich weiß nicht, ob Gott der Herr mir meine Taten vergibt. Aber ich bitte dich, liebe Mutter, verzeihe du mir und gib mir den Frieden, den ich so sehr erhoffe. Dann will ich erhobenen Hauptes dem Scharfrichter entgegen schreiten, ihm mein schuldbeladenes Haupt bieten und die gerechte Strafe für alle meine Missetaten empfangen. Amen.“

 

 

Darsteller: Lara Wichels, Alexander Schönberg.

Fotos: D. Alsdorf / Texte: © Holger Göbel 2010

 

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